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porfil.PLUS ... die Belegreifeoptimierung von Zementestrichen

Schützen Sie Ihren Zementestrich mit porfil.PLUS vor "unschönen" Überraschungen und verkürzen Sie die Belegreife von Zementestrichen auf sichere 4 Tage nach Estrichherstellung...

Seit 01.04.2004 ist die neue Estrichnorm DIN 18560 in Kraft. In Kombination mit den in der DIN 1055-3 (Ausgabe Oktober 2002) geänderten Lastannahmen und den in DIN EN 13813 (Ausgabe Januar 2003) definierten Eigenschaften und Anforderungen an Estrichmassen und Estrichmörtel verändern sich die zu berücksichtigenden Estrichdicken.
So erhöhen sich die Estrichdicken bei schwimmenden Zementestrichen im Gewerbebau auf bis zu 75 mm. Auch im Wohnungsbau sind erhöhte Estrichdicken anzunehmen. Dementsprechend ist das Erreichen der Belegreife nach ca. 28 Tagen kaum möglich. Der Zeitpunkt wird sich auf ein Vielfaches nach hinten verschieben.
Nachstehender Tabelle können die neuen Estrichdicken der entsprechenden Estrichart und Biegezugfestigkeitsklasse in Abhängigkeit von der Flächennutzung entnommen werden. (Download als PDF (53KB)).
Die Abhängigkeit der Belegreife von der Estrichdicke und die Möglichkeiten, die Belegreife von Estrichen dennoch schnellstmöglich zu erreichen, wird im Anschluss an folgende Tabelle erläutert.

Auszug aus der DIN 18560-2: 2004-04 Estriche im Bauwesen
Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)

Auszüge aus Tabelle 1 bzw. 2 . Nenndicken und Biegezugfestigkeit bzw. Härte unbeheizter Estriche auf Dämmschichten1) bzw. Verkehrslasten unter Berücksichtigung der DIN 1055-3 Einwirkungen auf Tragwerke, Teil 3: Eigen- und Nutzlasten für Hochbauten.



1) Die Dämmschicht kann aus einer oder mehreren Lagen aus den für die vorgesehene Art des Estrichs geeigneten Dämmstoffen bestehen; die Zusammendrückbarkeiten müssen addiert werden.
2) Bei Einzellasten sind für deren Aufstandsflächen im Allgemeinen zusätzliche Überlegungen erforderlich. Dasselbe gilt für Fahrbeanspruchung.

Anwendungswarnvermerk:
Dieser Norm-Entwurf wird der Öffentlichkeit zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt. Weil die beabsichtigte Norm von der vorliegenden Fassung abweichen kann, ist die Anwendung dieses Entwurfes besonders zu vereinbaren.


Aufschüsseln und Belegreife von Norm-Zementestrichen (schwimmend bzw. auf Trennlage verlegt)

Der schwimmende Zementestrich übernimmt die Schutzfunktion gegenüber Wärmeverlust, Tauwassergefahr, Luft- und Trittschallübertragung etc.. Schäden in Form von Rissen in empfindlichen Bodenbelägen, Ablösungen der Fußleisten etc. sind immer wieder festzustellen. Die genauen Ursachen sind im Schadensfall nicht immer eindeutig zu klären.

Schwimmende Estriche können nur über die Oberfläche austrocknen. Es stellt sich ein Feuchtigkeitsgefälle im Estrich ein. Die Oberfläche trocknet schnell ab und verkürzt sich. Die Unterseite des Estrichs bleibt feucht, verkürzt sich demnach kaum. Als Folge daraus heben sich die Ränder der Estrichplatten über die Nullage hinaus ab und die Plattenmitten drücken sich in die Dämmung... der Estrich schüsselt auf. Diese Verformungen infolge Schwinden finden ihre Ursachen sowohl in der Baustofftechnologie als auch in der Bauphysik.

Werden in diesem verformten Zustand Beläge auf den Estrich aufgebracht, behindern diese die Rückverformung der Platte und es kommt zu den zuvor beschriebenen Schäden der Rissbildung oder des Abreißens der Silikonfuge von der Fußleiste.

Ob eine Estrichplatte nach den für die Verlegung von Oberbelägen üblichen 28 Tagen (Belegreife bestätigt durch ein CM-Messung) den Prozess der Rückverformung abgeschlossen hat ist nicht eindeutig zu klären. Desweiteren muss die CM-Messung sehr sorgfältig über den vollen Estrich-Querschnitt erfolgen.

Durch die Anhebung der Estrichdicken nach der neuen DIN 18560-2 wird der Austrocknungsprozess der Estrichplatte enorm verzögert. Ab einer Estrichdicke über 4 cm gilt der Zusammenhang pro Zentimeter Estrichdicke eine Woche Belegreife nicht mehr! Eine Zunahme der Estrichdicke um 2 cm auf 6,5 cm kann das Erreichen der Belegreife um vier bis fünf Monate im Bauablauf nach hinten verschieben.

Wie kann nun der Zeitpunkt der Belegreife schnellstmöglich erreicht werden?
In der Literatur und in Prospekten der Industrie werden häufig teure Schnellestriche genannt, die ein Belegen schon nach einem Tag ermöglichen sollen. Dies ist jedoch nur bei dem den Prüfungen zugrundeliegenden Normklima möglich. Bei Baustellenklima stimmen diese Angaben nicht mehr. Ein Belegreife ist meist erst nach 4 bis 5 Tagen möglich, Wochen sind auch hier keine Seltenheit!

Durch die günstige, porenfüllende Abdichtung mit porfil.® sind Zementestriche nach 3 bis 4 Tagen sicher belegreif! Zudem wird die Festigkeit des Estrichs extrem erhöht!

Durch eine dauerhafte, qualitativ hochwertige Nachbehandlung zum frühestmöglichen Zeitpunkt (in der Regel zwei Tage nach Estrichherstellung) kann die Schüsselneigung sowie das Schwinden in Längsrichtung nahezu vermieden werden. Der Estrich hat über den Querschnitt einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalt. Das verbleibende Restwasser im Estrich ist zur Hydratation des Zementes erforderlich. Im Estrich verbleibendes Restwasser (ca. 20ml/10m²) ist als unproblematisch anzusehen, da die äquivalente Schichtdicke von porfil.® höher als die der Oberbeläge ist. Es kann somit über einen langen Zeitraum, für den Oberbelag unschädlich, abgegeben werden. Viele Prüfungen in anerkannten Prüfinstituten bestätigen dies. Das ist die Grundlage zur Vermeidung von Schäden am Estrich und nachfolgenden Belägen. Ein Abreißen der Sockelleiste vom Untergrund bleibt infolge der verminderten Plattenverformung aus. Die folgende Tabelle stellt die entscheidenden Daten einer in unserem Hause im Rahmen einer Diplomarbeit ermittelten Versuchsergebnisse zusammen. (Download der Ergebnisse (3219 KB)). Die Untersuchungen zeigten nochmals, dass zwei Tage nach Estrichherstellung bei gewöhnlichen Wassergehalten kaum mehr freies Wasser im Estrich vorhanden ist. Die Abdichtung mit porfil.® ist dementsprechend als optimal zu bezeichnen. Das häufige Zitat, dass im Estrich "Wasser eingeschlossen" wird, kann durch die umfangreichen Versuchsdaten wiederlegt werden.


Gegenüberstellung Zementestrich mit bzw. ohne dauerhafte Nachbehandlung

Eigenschaften Zementestrich mit porfil-gesperrter Zementstrich
Aufschüsseln / Eckaufwölbung bei Estrichfeldgrößen von:    
4 x 4 m² bis zu 5 mm bis zu 0,1 mm
10 x 10 m² bis zu 30 mm bis zu 2,0 mm
Schwinden in Längsrichtung rd. 0,8 mm/m rd. 0,15 mm/m
Belegreif nach rd. 28 Tagen rd. 3 Tagen
Oberflächenzugfestigkeitbei Belegreife rd. 0,4 N/mm² rd. 2,0 N/mm²