Kontakt | Impressum

Warum sollte porfil. als Frischbetonschutz bzw. Nachbehandlungsmittel von Betonbauteilen eingesetzt werden?

Nachbehandlung und Grundierung bzw. Oberflächenschutz in einem Arbeitsgang!

Technischer Hintergrund:
Die Dauerhaftigkeit des Betons wird nicht nur durch seine Druckfestigkeit garantiert. Er muss auch dicht sein. Denn der Widerstand gegen äußere Einflüsse ist umso höher, je dichter der Beton und je geringer seine Porosität ist. Neu hergestellte Betonoberflächen sind daher nach dem Betonieren vor direkter Sonneneinstrahlung, Windsog und weiteren schädlichen Einwirkungen zu schützen. So wird verhindert, dass das zur Hydratation des Zements nötige Anmachwasser verdunstet. Ebenso werden oberflächennahe Rissbildungen infolge Trocknungsschwinden und Plattenverformung minimiert. Die gängigsten Maßnahmen gegen vorzeitiges Austrocknen sind Belassen in der Schalung, Abdecken mit Folien, Feuchthalten etc.. Die Dauer der Nachbehandlung hängt vor allem von der Festigkeitsentwicklung des Betons ab, d.h. von den Abmessungen des Bauteils, den Umgebungsbedingungen, der Zusammensetzung des Betons und der Temperatur des Frischbetons.

Herkömmliche Methode:
Durch ihre Dauerhaftigkeit werden auch Beschichtungen als Nachbehandlungsmittel eingesetzt. Jedoch ist dieses Einsatzgebiet als sehr komplex und schwierig einzustufen. Sowohl der Applikationszeitpunkt als auch der davon abhängige Feuchtigkeitsgehalt sind entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Nachbehandlung. Wird der Zeitpunkt der Applikation zu früh gewählt, ist der Feuchtigkeitsgehalt zu hoch. Ein zu später Zeitpunkt führt zu den gleichen Adhäsionsproblemen, da der Hydratationssog nicht mehr ausreicht. Das mögliche Zeitfenster beschränkt sich demnach auf wenige Stunden nach Herstellung der Betonoberfläche. Kommen als Nachbehandlungsmittel abgestreute Systeme zum Einsatz stellt sich zudem die Frage, ob sie als Grundierung oder Versiegelung ausgeführt werden? Reine Grundierungen gelten als nicht dicht. Das Abstreukorn muss durch eine Kopfversiegelung eingebunden werden, da ansonsten die Beschichtung infolge der Abstreuung Fehlstellen entlang der Körner aufweist. Dies entspricht der ZTV BEL-B Teil 1, in der nur Versiegelungen unter Bitumenschweißbahnen als geprüfte Systeme zugelassen sind. Kommen dennoch solche abgestreuten Grundierungen oder Versiegelungen als Nachbehandlung zum Einsatz, können diese nicht als vorbereitende Maßnahme zur weiteren Überarbeitung genutzt werden. Es muss nochmals der gesamte, geforderte Systemaufbau erfolgen.
Hohe w/z-Werte von mehr als 0,55 führen zudem bei nahezu allen Nachbehandlungsmitteln zur Überwässerung, d.h. lokalen Wirkstoffreduzierung, so dass eine unzureichenden Nachbehandlung (niedriger Sperrkoeffizient) die Folge ist. Praxisnah ist darauf hinzuweisen, dass sich an der Betonoberfläche ein rezeptierter (gemäß Lieferschein ausgewiesener) w/z Wert in den wenigsten Fällen einstellen wird. Durch Entmischung, Glättung mit Kelle ober sonstigen Werkzeugen kann es zur lokalen Wasseranreicherung, d.h. zur Erhöhung des w/z-Wertes kommen.

Die Innovation porfil.:
Bei einer porenfüllend versiegelnden Imprägnierung mit porfil. treten solche Probleme nicht auf. Da porfil. in den Beton eindringt und ihn von "Innen" her abdichtet sind systembedingt keine Adhäsions- oder Kohäsionsversagen zu erwarten. Das System kann nicht aus den Poren des Betons gelöst werden und die Zugfestigkeit des Beton ist zu hoch für die zuvor genannten Versagensfälle. Der Zeitpunkt der Applikation stellt ebenso keine so großen Schwierigkeiten dar, da dieser mit den eben erläuterten Adhäsionsproblemen einhergeht. Für die beschriebene porenfüllend versiegelnde Imprägnierung ist es lediglich erforderlich, dass die Betonoberfläche mattfeucht abgetrocknet, der oberflächennahe Porenraum zugänglich und damit der Untergrund saugfähig ist. Aufgrund der niedrigen Viskosität ist der Hydratationssog nicht zwingend, um ausreichend in den Beton einzudringen. Es muss nur der beschriebene oberflächennahe Porenraum zugänglich sein. Um im Anschluss daran eine ausreichende Griffigkeit zu gewährleisten, muss die porenfüllende Imprägnierung nicht abgestreut werden. Da sie nicht filmbildend ist, könnte eine Abstreukorn ohnehin nicht fixiert werden. Die Oberfläche wird durch geeignete Verfahren so vorbereitet, dass die geforderte Rauhigkeit schon vor Aufbringen des Schutzes erreicht ist.

Da die porenfüllend versiegelnde Imprägnierung eine dauerhafte Nachbehandlung ist, erfüllt sie gleichzeitig die Anforderungen einer Grundierung unter Beschichtungen oder Belägen. Eine für den weiteren Systemaufbau eventuell notwendige Grundierung kann so entfallen. Ein zusätzlicher Vorteil von porfil. besteht darin, dass diese hervorragende Frischbetonnachbehandlung zudem die Eigenschaften eines zugelassenen vollwertigen Oberflächenschutzsystemes aufweist.